Angermünde St. Marien, Joachim Wagner, 1742/44





Die Ucker­mark und West­pommern haben neben ihrer einzig­artigen Natur­land­schaft auch Kulturgüter von besonderer Bedeutung zu bieten.

Inmitten einer zum Teil noch unberührten Natur, umgeben von vielen Seen und Wäldern, stehen alte markante Feldsteinkirchen, die zugleich Residenzen sind, worin die „Königin der Instrumente“ (die Orgel) auf Besucher wartet, um klingend von einer hochstehenden Musik­kultur und großartigen Hand­werks­kunst zu zeugen. Es handelt sich großenteils um Instrumente aus der Barock- und Folgezeit, also einer orgelbaugeschichtlichen Phase, in der sowohl handwerklich als auch klangkünstlerisch zeitlose Meisterleistungen entstanden sind, die uns noch heute inspirieren.

Als einer der bedeutendsten und berühmtesten Künstler jener Zeit ist - neben Gottfried Silbermann und Arp Schnitger - Joachim Wagner (1690-1749) anzusehen, dessen prachtvolles und sehr gut erhaltenes Spätwerk in der Marienkirche zu Angermünde als bedeutungsschwerster Schatz der uckermärkisch-westpommerschen Orgellandschaft gilt.

Dieter Glös, ORGELAKADEMIE